Zwar ist die Nähwerkstatt wegen der Corona-Krise geschlossen, aber unsere Näherinnen und Näher sind von zuhause aus fleißig dabei, Behelfs-Mund-Nasen-Schutze zu nähen: Neben Barbara und Margit nähen Farha, Perwin und Adnan aus Flintbek, Amal aus Schulensee und Fatema aus Kiel unentwegt Masken. Die beiden Töchter von Perwin, Vian und Jian, nutzen die Zwangspause beim Studium, um beim Zuschneiden zu helfen. Amal fährt zwischen Kiel und Flintbek hin und her, um Stoffe und Zubehör zu verteilen und die von ihr genähten Masken zu bringen. Sie entwirft Schnittmuster und setzt Verbesserungsvorschläge um."Nebenbei" muss der Haushalt versorgt werden (einige der Näherinnen haben 5 Kinder!) und einige gehen auch noch zur Arbeit. Hut ab!

Angeboten werden die Masken gegen eine kleine Spende (um Material und Zubehör kaufen zu können) dienstags von 9 bis 12 Uhr und Donnerstag von 14 bis 16 Uhr am Fenster der Sozialstation, Kätnerskamp 2, und in der Eider-Apotheke in Flintbek.

Wir kommen gar nicht mehr nach, um die Nachfrage zu befriedigen = wer mithelfen möchte, kann sich gerne bei uns melden. Wir suchen auch dringend Stoffe (kochbare Baumwolle), Gummibänder und Nähgarn!

eine kleine Auswahl an Masken
und noch eine Auswahl
und weitere Modelle
Perwin Ali an der Nähmaschine. Ihre Töchter Vian und Jian haben bei Zuschneiden geholfen
Amal Ibrahim, FarhaMohammed mit Alda und Adnan Shikho gehören auch zu den fleißigen Nähern.

Die von Ehrenamtlichen im Rahmen des "Freundeskreises Flüchtlinge Flintbek" betriebene Selbsthilfe-Werkstatt für Fahrräder findet am 25. Oktober 2018 zum letzten Male von 14 bis 18 Uhr im Flintbeker Haus der Jugend ("Pfütze") statt. Am 18.10. ist wegen der Ferien ebenfalls geschlossen.

In den letzten Wochen und Monaten kamen immer weniger "Kunden" in die Werkstatt. Die Nachfrage von Flüchtlingen ist gering geworden; die anderen Angesprochenen nahmen das Angebot gar nicht wahr Die Werkstatt war offen für Flüchtlinge und Flintbeker Jugendliche, die unter Anleitung ihr Fahrrad reparieren möchten. Aber auch erwachsene Bastler – insbesondere solche mit kleinem Geldbeuel – waren angesprochen. Über die Gründe, warum fast keine Flüchtlinge mehr dieses Angebot nutzen, kann man nur spekulieren. Für Jugendliche und Erwachsene besteht offensichtlich auch kein Bedarf für die Hilfe und technische Möglichkeit, selbst ein Rad zu reparieren.

Für Flüchtlinge und andere finanzschwache Flintbeker stehen letztmalig bis Jahresende einige gespendete funktionsfähige Fahrräder zum Kauf bereit. Räder für Erwachsene kosten 30 €, ein noch vorhandenes Kinderrad mit 20 Zoll Größe kostet 15 €. Damit endet dieses seit 2015 betriebene Projekt des "Freundeskreises Flüchtlinge Flintbek". Es wurden bisher stolze 135 gespendete Fahrräder falls notwendig repariert und dann an Flüchtlinge verschenkt bzw. ab 2016 verkauft.

Ansprechpartner ist Halvor Jochimsen

(Telefon 04347 3796 oder mobil 0171 640 56 06)

Viele Geflüchtete suchen nach ihrer Anerkennung schon sehr lange vergeblich eine Wohnung. Der Wohnungsmarkt ist leergefegt, bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Hinzu kommt, dass einige Vermieter Bedenken haben, an ausländische Mitbürger zu vermieten.

Mit der Schulung "Mieterführerschein" wollen wir dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und wichtige Informationen zu vermitteln wie z.B. Rechte und Pflichten eines Mieters, Hausordnung, Kündigungsfristen, Mülltrennung, richtiges Heizen und Lüften, Haftpflichtversicherung.